E-Tanken bzw. Aufladen

Das Aufladen eines Elektroautos funktioniert genau, wie das Tanken eines Verbrenners, indem das Auto an die Ladestation angeschlossen und befüllt wird. Ein kleiner Unterschied besteht nur darin, dass bereits ein Kabel zum Laden an der Station verfügbar sein kann oder man schließt das eigene Kabel daran an. Zu jedem E-Modell gehört ein entsprechendes Ladekabel. Für verschiedene Steckersysteme von Ladestationen gibt es entsprechende Adapterkabel.

Ladestationen werden digital bedient und gesteuert. Über die App des Energie-Anbieters kann der Fahrer Informationen zum Tanken bekommen. Von der Preisangabe des Stroms bis hin zur nächsten Ladestation sind darin alle Informationen enthalten.

Bestimmte Roaming-Verbunde geben dem Nutzer die Möglichkeit, die Ladestationen verschiedener Energieanbieter zu finden. Die Preise variieren von Anbieter zu Anbieter (siehe jeweilige AGBs/ Richtlinien).

In Deutschland ist das sogenannte „Ad-hoc-Laden“ („spontanes“ Aufladen) gesetzlich an jeder Ladestation erlaubt. Dafür benötig der Verwender nur sein Smartphone zum Bedienen der App und eine Kreditkarte.

Generell erfolgen das Starten und die Bezahlung via Scann eines QR-Codes oder Nutzung der App des jeweiligen Betreibers. Gängiges Zahlungsmittel ist die Kreditkarte. Inzwischen akzeptieren einige Anbieter auch Zahlungsarten, wie PayPal. Einziger Minuspunkt: Das Adhoc-Laden ist in der Regel etwas teurer als reguläres Laden bei seinem Anbieter.

Die Kosten ergeben sich aus zwei wesentlichen Faktoren:
1. Preis im Stromvertrag des jeweiligen Energieanbieters
2. Verbauch an Kilowattstunden (kWh) des Elektrofahrzeugs für 100 Kilometer

Durchschnittlich kostet der Strom in Deutschland 30 Cent pro kWh (Stand Februar 2019). Die meisten Elektromobile schaffen mit einer vollen Ladung eine Strecke von 100 bis 300 km.

Kosten-Beispiel anhand eines e-Golfs:

Das Laden eines e-Golfs mit 136 PS zuhause kostet 3,81 Euro für 100 Kilometer (Verbrauch: 12,7 kWh/100km). Zum Vergleich: Für einen Golf, 1,5 TSI, 150 PS, zahlt man bei einem Durchschnittsverbrauch von 6 Litern über 8 Euro pro 100 Kilometer (Benzinpreis: 1,45 Euro/Liter). (Stand 2019; Quelle: www.dat.de; https://www.dat.de/leitfaden/LeitfadenCO2.pdf )


Die Regelmäßigkeit des Ladens hängt davon ab, wie viel der Akku fasst und wie viel das Elektrofahrzeug auf 100 Kilometer verbraucht bzw. wie schnell der Nutzer fährt. Zum Aufladen eignet sich die Parkzeit zu Hause oder während das Auto nicht verwendet wird. Die einzige Ausnahme ergibt das Reisen mit dem E-Pkw. Hier müssen Lade-Stopps eingeplant werden.

Wie auch beim Smartphone dauert das Laden der letzten 20 Prozent eines Lithium-IonenAkkus vergleichsweise länger als die ersten 80 Prozent. Je nach Ladegeschwindigkeit kann eine Vollladung den Akku auch negativ strapazieren. Aus diesem Grund sind viele E-Modelle besonders beim schnellen oder ultraschnellen Laden so konzipiert, dass der Ladevorgang bei 80 Prozent Akkukapazität abgebrochen wird.